Teil 1 : Taping - Allgemeine Hinweise

Eine exakte Diagnose durch einen Arzt oder Physiotherapeuten ist die Basis für die Anlage von Tapes; Kontraindikationen sind zu beachten. Im Zweifel sollte nicht getapt werden. Vor der Anlage des Tapes muss Klarheit über die Zielsetzung bestehen. Dies ist am besten mit einem Spezialisten zu besprechen.
Vor dem Taping sind alle Vorbereitungen (Tape-Rollen mit der korrekten Abmessung bereithalten, entsprechendes Zubehör, wie z.B. eine Schere) zu treffen. Die Materialien sind in Griffnähe bereitzuhalten. Lagerungskissen oder andere Hilfsmittel sind möglich. Die Gelenkposition sollte in schmerzfreier und lymphabflussfördernder Stellung erfolgen.
Die Haut sollte trocken, fettfrei und nicht gereizt (z.B. keine intensive Sonnenbestrahlung) sein. Starke Behaarung erfordert (v.a. bei elastischem Taping) eine Rasur oder Kürzung der Haare. Von einem Klingenrasierer bzw. „Einmalrasierer“ wird grundsätzlich abgeraten, da er immer zu Hautverletzungen („Schädigung der Epidermis“) führt und es bei anschließender Tapeanlage häufiger zu Hautirritationen oder Juckreiz kommen kann. Vor dem Anlegen des Tapes sollte die Haut bzw. das Gewebe angeregt werden (manuell, z.B. Faszientechniken oder physikalische Therapie), um die wärmeabhängigen Haftungseigenschaften des Acrylatklebers zu aktivieren. Durch die Wärmeeinwirkung auf den Kleber kann die Tragedauer des Tapes verlängert werden.
Unelastische Materialien (oft auch in Kombination mit Unterzugmaterialien z.B. Gazofix®, Acrylastic® oder Tensoban® verwendet = Schutz der Haut) können z.B. mit einer Schere entfernt werden. Bei elastischen Taping-Materialien ist ein Abnehmen unter Nässe, z.B. beim Duschen, sinnvoll. Dafür sollte die Haut gestrafft werden und das Tape in Haarwuchsrichtung abgezogen werden. Eine weitere Möglichkeit zur Entfernung von Tapes ist der Leukotape® Remover – löst den Klebekontakt, zum schmerzfreien Entfernen von Tapeverbänden.
Unelastische Taping-Materialien
(auch funktionelle Verbände und/oder klassisches Taping genannt) werden dann eingesetzt, wenn eine Stabilisierung des Gelenks erforderlich ist.
Elastisch

Weiterführende Informationen:
Teil 2 : Elastisches Taping
Teil 3 : Klassisches Taping
Das richtige Anlegen von Tapeverbänden ist nicht schwer: folge der Anleitung unserer Anlagevideos. So gelingen die Verbände fast von allein. Die Videos zeigen, hilfreiche Tipps rundum Leukotape® classic und Leukotape® K.
Sprunggelenkverband oder Fingerverband mit Leukotape® classic, Elastisches Taping mit Leukotape® K am Kniegelenk, an der Achillessehne, etc.
Schritt für Schritt, einfach erklärt!

Hier geht’s zu den Videos

Teil 2 : Elastisches Taping – wirkt entspannend

Elastisches Taping
  • ... führt in erster Linie zur Veränderung der Schmerzwahrnehmung (Schmerzdämpfung und -reduzierung)
  • ... verbessert die Durchblutung und den Lymphtransport (abschwellende Wirkung)
  • ... führt zu einer verbesserten Körperwahrnehmung
  • ... unterstützt die Ausheilung
Durch das Tape wird die oberste Hautschicht, die Epidermis, leicht angehoben. Der Blut- und Lymphfluss wird angekurbelt, wodurch Schmerzen gelindert und Muskeln gelockert werden. Nach einer Anwendung bleibt das Tape bis zu 7 Tage auf der Haut. In dieser Zeit können sie uneingeschränkt Ihrem Alltag nachgehen: Duschen, Schwimmen, Sport und im Job - kein Problem!
WICHTIG: Die Wirkung mit Leukotape® K wird erst bei korrekter Anlagetechnik und anschließender Wiederaufnahme der Gelenkfunktion erreicht. Das Therapieprinzip „Pain Relief Technique (PRT)“ von Leukotape® K ist nicht zur Ruhigstellung gedacht. Das Ziel ist, die volle Bewegungsfreiheit von Haut, Muskulatur, Faszien und Gelenken zu erhalten und zu verbessern. Kraft, Koordination und Propriozeption können durch Taping mit Leukotape® K verbessert werden.
Elementare Effekte
  • lange Tragezeit
  • lange Haltbarkeit
  • kaum Hautirritationen
  • wenig Komplikationen
  • Verbesserung der Mikrozirkulation
  • Sehr breites Indikations- und Anwendungsspektrum
Die erhältlichen Farben können in Anlehnung an die Farbtherapie bzw. Farblehre als Add-on-Effekt angesehen werden – haben aber keine Unterschiede in der Funktionalität. Nach den Regeln der Farbtherapie wird die Farbe Blau bei allen akuten Geschehnissen (Verletzungen und Operationen) eingesetzt und Rot bei allen chronischen bzw. degenerativen Vorgängen. So wird Blau eine dämpfende Wirkung (ähnlich Parasympathikus) und Rot eine anregende Wirkung (ähnlich Sympathikus) zugesprochen.


Das Besondere an Leukotape® K
  • Volle Bewegungsfreiheit und hoher Tragekomfort
  • Tragedauer bis zu 7 Tagen, 24 Stunden Daueranwendung
  • Permanenter Massageeffekt bei voller Bewegungsfreiheit mit Pain Relief Technique.
  • Entspannt die Muskeln
Hauchdünn und hautfreundlich
  • wellenförmiger Massestrich kann den therapeutischen Effekt unterstützen
  • Dehnbar, passt sich den Elastizitätseigenschaften der Haut optimal an
  • Polyacrylatklebmasse klebt zuverlässig
  • Trägermaterial aus 97% Baumwolle/3% Lycra, robust und hautfreundlich
Selfmadefreundlich
  • unterstützt das Anlegen und erleichtert das Zuschneiden
  • Hoher Tragekomfort und leicht zu entfernen
  • Lange Tragezeit bis zu einer Woche
  • Sport und Duschen ist problemlos möglich
  • latexfrei
  • in 3 Größen und 6 Farben erhältlich

Teil 3 : Klassisches Taping – wirkt stabilisierend

Funktionelle Verbandtechniken bewähren sich seit vielen Jahren. Der Tapeverband stabilisiert selektiv: er stellt nur die verletzte Struktur einer Bewegungseinheit ruhig, während die Beweglichkeit weitestgehend erhalten bleibt.
Um Fehler beim Anlegen zu vermeiden, finden Sie im Folgenden einige Tipps, die Sie beachten sollten.
1. Abmessen
Das Tape in der Länge, die etwa der geplanten Tour entspricht, von der Rolle abziehen. Dabei die Taperolle locker in die Hand nehmen und nicht mit dem Daumen auf die Rolle drücken.
2. Ansetzen
Tape zum Verarbeiten gespannt halten. Geeigneten Ansatzpunkt suchen, z.B. für einen Ü-Zügel am Sprunggelenk die plantare Seite der Ferse. Jetzt am Körper die benötigte exakte Länge feststellen.
3. Abreissen
Tape nicht direkt am Verband abreissen, sondern vor dem Anlegen.
4. Anlegen
Tape entsprechend der geplanten Tour anlegen, dabei jedoch keinesfalls eine nicht physiologische Verlaufsrichtung erzwingen.
5. Anmodellieren
Durch leichten Druck das Tape anmodellieren. So wird der innige Kontakt mit der Haut bzw. der darunterliegenden Tour und damit eine gute Verklebung sowie der sichere Sitz des Verbandes gewährleistet.

Achtung!
  • Bei unklarer Diagnose niemals einen Tapeverband anlegen!
  • Bei unklarer Diagnose keine Fortführung des Trainings oder Wettkampfes!
  • Im Kinder-, Jugend- sowie im Breitensport keine ehrgeizige Fortführung der sportlichen Belastung bei Verletzungen!
  • Tapeverband mit anschließender Ruhigstellung: regelmäßige Kontrolle des Tapeverbandes! Leukotape® classic ohne Zug anlegen, sondern lediglich anmodellieren
Bei hohen Trainings- und Wettkampffrequenzen steigt die Verletzungsgefahr zunehmend, besonders in Sportarten mit extremen Belastungen wie Sportarten mit Sprint-, Sprung-, und Stopp-and-go-Belastungen, ständigen Richtungswechseln, Kampf- und Kontaktsportarten. Daher ist es für Sportler wichtig, auch besonders belastete Gelenkstrukturen zu verbinden oder zu tapen. Präventive Tapeverbände verhindern eine Retraumatisierung von geschädigten oder bereits geschwächten Körperpartien und reduzieren die Verletzungsgefahr.
Bei Sportarten, wie Handball und Fußball, zur Verhinderung von Verletzungen Posttraumatisch, zur Prävention von erneuter Retraumatisierung:

Daumenschlinge zur Stabilisierung und Fixation des Daumens: für die Prävention von Zerrungen, Überdehnungen, Subluxationen, Bandrupturen, Instabilitäten des Daumengrund- und -sattelgelenks. Wird oft gesehen bei Sportarten wie Handball, Volleyball, Basketball, Fußball und Skilaufen gesehen
Vorbeugung von Verletzungen der Fingergelenke: zur Verhinderung von Verletzungen bei zu erwartender extremer Fingerbeanspruchung (Handball) oder bei alten Verletzungen zur Verhinderung einer Retraumatisierung
Sprunggelenktape zur Vorbeugung muskulärer Verletzungen: Häufigster Tapeverband zur Prophylaxe
Auch bei akuten Sportverletzungen haben funktionelle Verbände ein breites Anwendungsspektrum (Prellungen, Hämatome, Muskelverletzungen, usw.). Der Tapeverband übernimmt hier eine schmerzlindernde, stabilisierende, abschwellende und komprimierende Funktion, um eine gute Ausgangsbasis für eine physiologische Heilung zu schaffen. Um eine komprimierende Wirkung zu erzielen, wird Leukotape® classic oft in Kombination mit Acrylastic® eingesetzt. Acrylastic® ist eine hautfreundliche Klebebinde mit Kompressionswirkung. Z.B. beim Wandern darf Acrylastic® nicht in der Notfall-Tasche fehlen.

Anwendungsgebiete:
  • Fingerverletzungen (Prellungen, leichte Bandzerrungen), Material: Leukotape® classic, Breite 2cm
  • Verstauchung des Sprunggelenks, Sprunggelenkkompressionsverband, Materialien: Leukotape® classic Breite 3,75cm, Acrylastic® als Unterzug
Ziel des funktionellen Verbandes in der Phase der Therapie und Rehabilitation ist es, die Haupttherapie (z.B. Physiotherapie, Krafttraining, Medikation, Operationen) zu unterstützen. Die Aufgabe des funktionellen Verbandes besteht darin, die früheste und schnellstmögliche, aber medizinisch sinnvolle Wiederaufnahme der Gelenk- oder Muskelfunktionen zu ermöglichen.
Auch nach Operationen kann ein Tapeverband im weiteren Heilungsverlauf eine gute Unterstützung bieten.

Beispiele für Taping in der Rehabilitation
  • Optimal kompatibel mit Leukotape® K
  • Verhinderung einer Retraumatisierung und Dezentralisierung der Gelenke
  • Operativ versorgte Sprunggelenkfraktur
  • Weitere Indikationen für eine Tapeanlage bestehen nach längerer Immobilisation (posttraumatisch und postoperativ) zur Unterstützung geschwächter Strukturen (z.B. Bandstrukturen oder atrophische Muskeln, die ein Gelenk in der Phase der Therapie noch nicht stabilisieren können.) Eine Verhinderung der Retraumatisierung, eine Erhöhung der Belastbarkeit und die Unterstützung in der Wiederherstellung der Gelenk- oder Muskelfunktionen sind wesentliche Ziele beim Einsatz des Tapings in der Rehabilitation und Therapie.
Leukotape® classic ist eine unelastische Klebebinde mit hoher Klebekraft. Der funktionelle Verband besteht zu 100% aus Baumwolle.
Die unelastische Klebebinde für funktionelle Verbände mit hoher Klebekraft
  • Prävention und Schutz
  • während dem Sport
  • temporäre Tragedauer
  • stabilisiert die Gelenke
Zuverlässiger Sitz
  • haftet zuverlässig auf der Haut und auf Unterzugmaterial
  • besonders zugfest
Hoher Tragekomfort
  • hautfreundlich, aus 100 % Baumwolle
  • schmutz- und wasserabweisend
  • lange Haltbarkeit
Einfache Anwendung
  • Die abgerundeten Kanten des Rollkerns vermindern die Verletzungsgefahr und erlauben gutes Abrollen bis zum letzten Zentimeter.
  • Längs und quer einreißbar, kann daher ganz individuell und ohne Schere verarbeitet werden.
Anwendungsgebiete:
  • Für funktionelle Verbände bei Verletzungen an Muskeln, Bändern und Gelenken.
  • Zum Schutz vor Verletzungen bei vorgeschädigten Gelenken.
Haupttechniken:
(klicken/tappen zum Vergrößern)